| Thomas Franke, Bass-Bariton STARTSEITE |
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Am 06.12.2009 um 14.00 Uhr im Jenisch Haus verabschiedet sich Thomas Franke als Sänger von seinem Hamburger Publikum. Auch als Ideengeber, Organisator und Visionär verabschiedet er sich mit dem Projekt des Benefizadventskalenders 2009, bestehend aus 24 Charity Konzerten für die Stadt Hamburg (www.benefizadventskalender.de). Nach 6 Jahren intensiver Kulturarbeit für die Hansestadt verlässt er seine künstlerische Heimat auf Grund der kulturpolitischen Situation in Hamburg. Im Oktober 2003 startete er in Hamburg mit Schuberts "Winterreise" das Projekt "Liedergalerie" um zu zeigen das klassisches Lied keine verstaubte Kunstform darstellt sondern durch visionäre Imagination zu einem bedeutenden Bestandteil der Gesellschaft zählen kann. In über 200 selbstfinanzierten Konzerten innerhalb der letzten 6 Jahre versuchte er die Kulturbehörde davon zu überzeugen das eine finanzielle Förderung unabdingbar ist. Franke holte über 300 Künstler, darunter ca. 100 aus dem Ausland in die Hansestadt. Mit seinen Projekten wie bspw. die "12baritone", dem Festival "Baritonale" , der "Längsten Winterreise aller Zeiten", "Gemeinsam gegen Einsamkeit und den "Benefizadventskalender" hat er Publikum und Presse von dem Erfolg des Kunstliedes in der modernen Gesellschaft überzeugen können. Mit dem letztgenannten Projekt hat er für die Hansestadt mit 72 Benefizkonzerten ca. 150.000 Euro für soziale, kulturelle und bedürftige Hamburger Projekte, Vereine und Stiftungen gesammelt. Mit diesem Geld hat Franke über 50 gemeinnützige Vereine und Stiftungen in Hamburg unterstützt und selber keinen Cent dabei verdient, ebenso wie 80 weitere Solokünstler aus dem In-und Ausland, die ihre musikalische Begabung in den Dienst der Hamburger Gesellschaft gestellt haben. Während in anderen Bereichen über Mindestlöhne diskutiert wird, sind die wahren und sensiblen Künstler nach ihren Hoschschulabschlüssen längst zu einer Randgruppe der Gesellschaft avanciert und leben von "Luft und Liebe". Die sogenannten "Künstler" der Hochkultur haben sich zu abrufbaren Arbeitstieren in einem beamteten System entwickelt, über das reale gelebte Leben können sie uns nichts sagen, da sie Geld verdienen müssen und durch ihre Anstellung dem gesellschaftlichen Druck ausgesetzt sind, alles Schauspielerei, Sehnsüchte und Kompensationen. Die Schirmherrschaft für den Benefizadventskalender hatte der Hamburger Bürgermeister Ole von Beust zwei Jahre übernommen. Mit dem Projekt hat Franke gezeigt das Kultur der Stadt nicht Geld kosten muss, sondern sogar Einnahmen für die Stadt bringt, neben der Förderung junger Talente und dem musikalischen Mehrwert für die Stadt. Da seit 6 Jahren alle Förderanträge an die Hamburger Kulturbehörde abgelehnt wurden, hat sich Thomas Franke in einem persönlichen Gespräch im August 2009 mit dem Bundesminister für Arbeit und Soziales, Herrn Olaf Scholz, über die kulturpolitische Situation und die Finanzierung des Benefizadventskalenders unterhalten. Der Bundesminister befürwortete das Projekt sehr und versuchte bei der Hamburger Kulturpolitik eine Förderung zu erreichen. Die Antwort der Hamburger Politik war nicht nur abweisend, sondern ein Schlag ins Gesicht für alle bisher beteiligten Künstler, alle beteiligten gemeinnützigen Vereine und Stiftungen sowie dem Hamburger Publikum. Die Kultursenatorin Frau von Welck sieht aufgrund von "zuwendungsrechtlichen Gegebenheiten" keinerlei Möglichkeit ein zukunftsweisendes Projekt das sozialen und kulturellen Mehrwert verbindet zu unterstützen, der Hamburger Bürgermeister Herr Ole von Beust hat 3 Tage später dann auch noch seine Schirmherrschaft abgesagt. Ein Schelm wer da Eitelkeiten vermutet wenn ein Bundesminister der aus den Reihen der SPD stammt einem untergeordneten Politiker wie dem Bürgermeister der die Interessen der CDU vertritt, Druck macht. Vielleicht hat der Ole ja auch erst die Wahl abgewartet um dann als übergeordneter Politiker dem Bundesminister a.d. eine Abfuhr zu erteilen. Prost Mahlzeit, soll die Politik doch an ihrem Papierkram und ihren rechtlichen Gegebenheiten ersticken. Es geht hier um Brennpunkte der Gesellschaft, sterbende Kinder, kranke Mütter, Obdachlose, Arbeitslose und die Senatorin beruft sich auf einen Paragraphen. Wenn man zu zweit spazieren geht und der andere fällt hin, dann schau ich auch nicht erst in ein Gesetzbuch ob ich helfen darf oder kann. Wer will, der kann auch helfen...Armes Deutschland! Das bestehende politische, soziale, ökologische und wirtschaftliche System wird zusammenbrechen wenn Geld, das nur Papier ist und sonst NICHTS, nicht unmittelbar für das Miteinander der Menschen eingesetzt wird. An erster Stelle steht der Mitmensch und nicht eine gezüchtete Hochkultur die in gigantischen Elbpalästen Einzug findet. Ego und Macht sind Mittel von Gestern, die Gesellschaft der Zukunft sieht anders aus. Deutsche Theater-und Konzertsäle sind längst zu Therapiestandorten geworden wo sich das Publikum Glücksmomente erhofft und Künstler sich in Fantasien retten oder ihre Frustration in modernen Regiearbeiten präsentieren, weil die Realität so grausam ist. Dafür muss ein Konzertbesucher stundenlang im Konzert-oder Theatersessel hocken um dann wieder hinaus in den grauen Alltag zu gehen. Die moderne Zukunft wird aber so aussehen das der Mensch ausserhalb der Konzertsäle glücklich ist. Organisierte Hochkultur und düstere Kirchen, brauchen nur die Depressiven, die Machtmenschen, die Langweiler, die Nachahmer, die auf gegenseitige Ausnutzung und Benutzung ausgerichtete Arbeitswelt, alle die Menschen, die ihr Herz verloren haben und Karriere, Ruhm, Religion oder Geld zum Sinnbild ihres Lebens gemacht haben. Das Schicksal von Robert Enke ist nur eines von vielen. Karriere und Erfolg sind falsch definierte Worte in der deutschen Gesellschaft. Thomas Franke wird deshalb dieses Jahr zum letzten Mal für die Hansestadt das Grossprojekt von 24 Benefizkonzerten durchführen. Seine neuen künstlerischen Ideen wird er im Ausland verwirklichen. Er bedankt sich bei allen Mithelfern, Beteiligten, Künstlern und beim Publikum für die Treue und den Glauben an seine Ideen. Es waren viele besondere und gute Menschen als Besucher in Frankes Konzerte, das war sehr bereichernd, einfache Leute, junge Leute, Liebespaare, suchende Leute, Leute mit emotionaler Intelligenz. Besonderer Dank geht an alle Leute die uneigennützig aus Liebe für die Ideen mitgekämpft haben. Bleibt euch treu, glaubt nicht den Worten, folgt eurer Intuition und seid ehrlich. Man sieht nur mit dem Herzen gut, lernt fliegen! Ein herzliches Dankeschön auch an den Bundesminister Olaf Scholz, der nach Absage des Bürgermeisters sofort und unproblematisch die Schirmherrschaft für den Benefizadventskalender übernommen hat. Nur was hilft ein Name auf dem Papier, letztlich imponiert er wieder nur denen die sich von Macht und Ruhm verführen lassen. Das einzige was die moderne Gesellschaft retten kann ist Miteinander, Liebe, Musik und Visionen. Ein spielerisches Miteinander ohne andere zu verletzen. Jedwede Gewalt, und damit ist auch die politische Gewalt von Paragraphen gemeint, die verhindert das sterbenden Kindern geholfen werden kann, resultiert aus Kindesmissbrauch und ungelebtem Leben. Ebenso der Wunsch nach Ruhm, Anerkennung, Macht und Geld...alles missbrauchte Kinder die sich bestätigt sehen wollen. Genauso wie sie ihre Diäten selbst bestimmen, bestimmen sie welche Paragraphen wichtig sind um zu helfen. Vorher streiten sie sich noch monatelang bis der Paragraph verabschiedet ist. Was für ein Kindertheater. Anstelle zu helfen, entwerfen sie Paragraphen...Leute das Leben spielt draussen und nicht am Schreibtisch. Wacht auf und spielt Theater. Es gibt keine Sicherheit im Leben, die einzige Sicherheit ist zu leben und zu lieben und gegen Bürokratie, Amtsschimmel, Lügen anzukäpfen. Geld war und ist noch nie wichtig gewesen, wir können es nicht essen. es ist eine Erfindung des Menschen und sollte nur als Hilfsmittel dienen um Gutes damit zu unterstützen und eine Gemeinsamkeit zu erreichen. Die künstlerische Leitung der Liedergalerie im Jenisch Haus wird Thomas Franke vom Ausland aus weiterführen. Er verabschiedet sich als Sänger von der Hansestadt am 6.12.09 mit dem gleichen Zyklus mit dem er seine Projekte in Hamburg gestartet hat. "Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus" heisst es zu Beginn der "Winterreise". Am Hammerflügel wird er begleitet von Katarzyna Wieczorek. Restkarten über 040-828790
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